Dienstag, 10. August 2010

Kurze Übersicht der Düfte: Aufbau und Unterschiede

Mein lieblings Duft: Boss Orange Woman mit orangefarbener Blüten, Äpfeln und Vanille



Bestandteile von Düften
Grundsätzlich haben Düfte immer die gleichen Inhaltsstoffe.
  • Alkohol (rund 80%) der als Lösungsmittel dient
  • Destilliertes Wasser
  • Je nach Zusammensetzung ätherische Öle oder natürliche Essenzen
  • Synthetische Duftstoffe
Gerade Inhaltsstoffe wie z.B Rose sind in der Regel synthetisch, da Rosenöl auf dem Markt extrem teuer ist und der Bedarf sonst evtl. nicht gedeckt werden könnte.


Duftrichtungen
Man unterscheidet Düfte in bestimmte Duftrichtungen. Grob kann man die unterschiedlichen Düfte einordnen in die Familien
  • Pudrig
  • Blumig
  • Chypre-frisch
  • Holzig/Orientalisch
Es gibt viele verschiedene Gruppen, diese habe ich während meiner Ausbildung gelernt. Je nach Typ kann man die Duftfamilien auch den Menschen zuordnen. Ein südländischer Typ mag z.B oft pudrige, schwerer Düfte während Blondinen gerne blumige Düfte tragen. Somit unterstreicht ein Duft auch immer die Persönlichkeit. Der Duft Kauf ist übrigens sehr emotional: Denn man kauft sich den Duft nicht nach "gefallen", sondern nach Stoffen mit denen man unterbewusst etwas gutes, schönes verbindet. Gefallen spielt dabei keine Rolle, nur wir merken das nicht.

Duftaufbau
Man unterscheidet einen Duft in 3 Noten. Der Duft entwickelt sich auf der Haut, es dauert ungefähr bis zu einer Stunde bis man den vollen Duft auf seiner Haut riecht. Dieser Duft verändert sich je nach Haut individuell.

- Kopfnote
Die Kopfnote bildet den ersten Eindruck vom Duft. Niemals (!) den Duft auf der Haut verreiben, das zerstört die Duftmoleküle. Stattdessen kurz warten, der Alkohol verfliegt. In der Kopfnote sind oft frische Duftnoten

- Herznote
Wenn die Kopfnote verflogen ist, riecht man die Herznote. Der Duft ist fast entwickelt, der Duft zeigt schon seinen Charakter

- Basisnote
Sie entwickelt sich zum Schluss, enthält die schwere Bestandteile die lange auf der Haut bleiben und den Duft insgesamt unterstreichen


Verdünnungsklassen
Viele Düfte gibt es in den Varianten "Eau de Toilette", "Eau de Parfum" oder "Parfum" - doch wo genau liegt der Unterschied? Ganz einfach: Die Verdünnung. Bei Eau de Toilette ist der reine Duftanteil bei ca. 9-10%, bei einem Eau de Parfum 10-15%, bei einem Parfum um 40%. Teilweise weichen die Prozentangaben immer wieder ab, man kann sich aber grundsätzlich mit den Zahlen eine Grenze setzen +/-. Es gibt auch noch besonders leichte Verdünnungsklassen, z.B "Eau de Cologne" oder "Splash Cologne". Diese haben einen Duftanteil von ca. 1-5% (je nach Duft) und sind so leicht, dass sie besonders gerne im Sommer verwendet werden. Leichte Düfte sollte man im Laufe des Tages nochmal auffrischen. Ein Duft sollte nur maximal erst ab einer Nähe von 40-50cm riechbar sein. Dabei kann man sich an seinem Arm orientieren: Der Abstand sollte ca. vom Oberarm bis zum Ellebogen sein.

Kommentare:

  1. Super Beitrag! Da hab ich heute schon wieder was gelernt!! Würd mich doch sehr freuen, wenn du weiter über Parfums bloggen würdest... v.a. über die Inhaltsstoffe (natürlich/synthetisch), find ich super interessant!
    Mein momentaner Lieblingsduft: Blu Mediterraneo Fico di Amalfi, von Acqua di Parma =D !!

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  2. Toller Beitrag! Habe mich schon immer gefragt, was eigentlich der Unterschied zw. Eau de Toilette und Eau de Parfum ist. Boss Orange ist übrigens auch mein Lieblingsduft, einfach traumhaft *___* Werde mir bald noch ein Backup holen oder mir eine neue Flasche zum Geburtstag wünsche. So ein tolles Parfum hatte ich lange nicht!

    Liebe Grüße,
    Lisa | http://beautycarpet.blogspot.com

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  3. schön, woher kommt dein Wissen? :>
    Ich hatte schon ne Duft-Schulung, weiß also auch die genauen Hertstellungsverfahren etc. :)
    lg

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  4. Schon wieder etws gelernt! Sehr interessant! Vorallem die Hauptbestandteile und Noten :)

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  5. @Lisa
    Sehr guter Gerschmack :) Ich liebe das Boss Orange! :)

    @cerezah
    Arbeitest du in einer Parfümerie? Meine Ausbildung hab ich bei Douglas gemacht, daher weiß ich das (noch)

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  6. schöner post! :)
    sicher interessant für viele, auch für mich, nur wusst ich das schon, weil ich mal nen abend fleißig gewikipediat und gegoogelt habe :D

    obwohl ich die duftrichtung pudrig nicht kenne, kann mir darunter auch nichts vorstellen. wie würdest du pudrig beschreiben?

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  7. Ich finde, zum Beispiel Trésor riecht richtig pudrig. Bzw. tuts das in meiner Erinnerung, ich habe das schon jahrelang nicht mehr gerochen (immer nur heimlich von meiner Mutter geklaut. :D). - Ob das die "offizielle" Klassifizierung ist, weiß ich allerdings nicht.

    Wir haben uns im Chemie NK mal mit Parfum beschäftigt, da haben wir auch ein paar Grundlagen gelernt (und Düfte gefälscht! Ich hatte am Ende eine Billigstversion von Chanel N° 5.).

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  8. ich habe total viel gelernt,danke =D

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  9. Danke! Jeztt weiß ich endlich was Herz und Kopfnote ist!
    Ich bevorzuge EdTs. Bei Parfüm kriege ich immer KOpfweh, egal wie toll der is :( Ich ´mags halt ziemlich verdünnt. Den Boss Orange finde ich einfach nur klasse! Wérde ihc mir irgendwann auch zulegen!

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  10. Ohja .. das mit dem auf der Haut entwickeln ist echt wichtig .. ich wollte mir mal fast ein Parfum von Lacoste kaufen .. hat super gerochen auf dem Teststreifen, aber nachdem ich eine Stunde lang mit dem Duft auf meinem Handgelenk rumgelaufen bin, hat es angefangen totaaal zu stinken *urghs*
    Dann habe ich es mir ntl. nicht mehr gekauft :D

    Ich habe auch schon oft "Vaporisateur" bei Düften gelesen .. bezieht sich das dann auf die Flasche? Also dass das ein Zerstäuber anstatt einer "Glaskugel", etc. ist?

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Vielen Dank für deinen Kommentar!