Montag, 21. November 2011

November

Das Gedicht habe ich gestern gelesen und ich finde es so schön, dass ich es auf den Blog setzen wollte.

November

Es regnet kleine, schreiende Gesichter.
Der Boden ist bodenlos.
Über dem Himmel nur noch mehr Himmel.
Beengende Weite.

Nie hat grau grauer ausgesehen,
als an diesem Tag im November.
Kalenderblätter stürzen sich
todeslustig in die Tiefe.

Trostlosigkeit strickt Wolkenteppiche.
Ein verrückter Saxophonist
bläst einen einzelnen, traurigen Ton.

Dröger Trübsinn läuft im Kreis,
tippt sich selbst auf die Schulter.
Im Nachtfrost schläft
die Hoffnung auf den nächsten Frühling.

P.C.Schumacher
Bild: via weheartit.com

Kommentare:

  1. Sehr melancholisches Gedichtchen... Passt ausgesprochen gut zum November! Bei mir setzt diese Stimmung jedes Mal ein, wenn die Bäume kahl werden.

    Einen guten Start in die neue Woche,

    Doris

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