Mittwoch, 10. Juni 2015

Über den schweren Anfang des stillens & wirklich sinnvolle Anschaffungen

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Bereits vor der Geburt wird die werdende Mutter gefragt, ob sie stillen möchte. Es ist uns von der Natur gegeben und es wird zum großen Teil auch erwartet, das die Mutter stillt. Diesen Artikel über das Stillen schreibe ich vor allem für die werdenden Mütter unter euch – denn ganz so leicht, wie es dargestellt wird, ist es gar nicht. Worauf ihr euch einstellen solltet & welche Anschaffungen sich im Zusammenhang mit dem Stillen lohnen, habe ich euch zusammengefasst:

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Für mich stand bereits vor der Geburt fest, das ich mein Kind stillen möchte. Stillen ist für mich die unkomplizierteste (und auch günstigste!) Variante mein Kind zu ernähren. Die Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst und immer vorhanden.
Doch ich bin überzeugt, das es “Kopfsache” ist, ob das Stillen funktioniert oder nicht. Generell ist es keine Schande, dem Kind die Flasche zu geben (mittlerweile kombiniere ich stillen & Flaschennahrung, weil ich den Bedarf meines Babys sonst nicht gedeckt bekomme). Jede Mutter muss individuell entscheiden, wie sie ihr Kind ernähren möchte – geht nicht auf Ratschläge ein, hört auf euer Bauchgefühl. Trefft die für euch richtige Entscheidung. Bei mir war es die Entscheidung für das Stillen. Doch der Anfang war holprig und schwierig – so easy wie Stillen dargestellt wird, ist es nämlich nicht.

Einen Ratgeber dazu (und auch zu weiteren Themen der Anfangszeit mit Baby) findet ihr bei Babywalz online: Klick

Der Anfang
Nach der Geburt muss der Körper sich erst umstellen. Nach ein paar Tagen folgt der Milcheinschuss, schon hier kann der erste Schmerz entstehen. Bei mir war das unkompliziert, ich kenne aber auch andere Geschichten. Viel schlimmer war allerdings die Umstellung der Brustwarzen: Schon am zweiten Tag waren sie wund und extrem schmerzempfindlich, das Anlegen des Babys an die Brust war enorm quälend. Wäre ich nicht überzeugt davon gewesen, stillen zu wollen, hätte ich wahrscheinlich aufgegeben. Ganze zwei Wochen hielten die Schmerzen an. Was hier besonders wichtig ist: 1.) Die richtigen Stilleinlagen! Ich habe die Wirkung von Stilleinlagen völlig unterschätzt. Kauft euch Ordentliche, ihr werdet es niemals bereuen. Ideal finde ich (auch eine Empfehlung meiner Hebamme) die Stilleinlagen aus Wolle- in Kombination mit Seide (z.B diese). Da sie bei mir nicht ganz die Durchfeuchtung verhindern, verwende ich zusätzlich zum Schutz noch die Stilleinlagen von Lansinol. Wenn ihr mich fragt, die besten aus der Drogerie. 2.) Gönnt euch eine gute Brustwarzenpflege! Die Cremes können immer wieder aufgetragen werden und müssen vor dem Stillen nicht entfernt werden. Ich habe einige ausprobiert, empfehlen kann ich euch die von AVENT. Sie kühlt und lindert somit die Schmerzen. Außerdem bleibt die Haut geschmeidig. Ebenfalls hilfreich sind Pads (z.B diese). 3.) Ein guter Still-BH! Still-BHs haben alle eine Gemeinsamkeit: Sie formen den Busen nicht. Das sieht teilweise wirklich nicht schön aus. Achtet daher auf eine gute Verarbeitung und das Material – ihr müsst aber selbst entscheiden, was euch zusagt. 4.) Ein Stillkissen! Auch hier solltet ihr auf die Qualität achten, es lohnt sich mehr Geld zu investieren. Das Kissen ist übrigens vielseitig einsetzbar und kann schon während der Schwangerschaft ideal genutzt werden.

Ich rate euch übrigens von Stillhütchen ab – sie beeinflussen das Stillen negativ und ich kann euch sagen, das man es auch ohne sie schafft. Fragt lieber eure Hebamme nach Alternativen.

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Sonstige Anschaffungen
Ich habe lange überlegt, ob ich mir eine Pumpe für die Muttermilch kaufen soll. Am Anfang habe ich noch damit gewartet, aber jetzt nach fast 3,5 Monaten kombiniere ich ja Flaschennahrung mit dem Stillen, so das ich auch abpumpe. Eine Pumpe finde ich generell schon eine gute Anschaffung, sollte aber sparsam eingesetzt werden damit kein unnötiger Milchstau entsteht.

Mein Tipp: Kauft sie euch, wenn das Stillen funktioniert. Ihr müsst ohnehin ca. 2 Wochen warten, bis ihr genug Milch habt damit eine Pumpe überhaupt Sinn macht. Ob elektrisch oder manuell ist eine Geschmacksfrage – mir reicht eine manuelle völlig aus, da ich sie ohnehin nur selten benutze.

Dazu verwende ich die Natural Flaschen von AVENT. Auch hier ein wichtiger Hinweis: Deckt euch nicht mit Flaschen ein (egal von welcher Marke). Kauft euch eine Flasche, dann testet später ob euer Baby sie akzeptiert. Ich rate euch von “Erstlings-Sets” aus diversen Flaschen ab. Eine Flasche reicht völlig aus, solltet ihr nicht stillen können, kann eine Flasche schnell besorgt werden.
Ich habe mich für AVENT Natural entschieden (diese) weil ich, wie oben bereits geschrieben, mittlerweile meinem Baby auch die Flasche geben muss. Die Natural Sauger sind den Brustwarzen nachempfunden, so, dass das Baby den Unterschied zwischen Sauger und Brustwarze nicht ganz verwirrend empfindet.

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Und noch eine Anmerkung: Nichts ersetzt die Nähe, die man mit dem Kind beim Stillen empfindet. Anfangs war es schwer für mich, zu akzeptieren, das ich ihr auch die Flasche zusätzlich geben muss. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, bin aber froh, das ich mich generell für das Stillen entschieden habe.

In Zusammenarbeit mit Babywalz.

Kommentare:

  1. Toll geschrieben 👍🏻😍
    Lg Domaris

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  2. Wow, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...
    Also zunächst mal finde ich es toll, dass Du so gerne stillen wolltest und es tust.
    Stillen ist das wichtigste für ein Baby- und auch die Wirkung auf die Mutter ist nicht zu unterschätzen.
    Allerdings ist Dein Artikel ist leider so unvollständig, dass ich Dich fast bitten möchte, ihn zu löschen.

    Stillen ist Kopfsache. Das stimmt. Aber einiges an Basiswissen benötigt es auch.
    So zum Beispiel Deine Aussage, dass Du den Bedarf Deines Kindes mit Muttermilch allein nicht mehr decken kannst. Das ist ein Trugschluss. Dein Körper ist dazu gemacht, Dein Kind zu versorgen. Bestellt Dein Kind Milch, wird welche produziert. Gibst Du, statt das Kind anzulegen eine Flasche Premilch, mindert das den Bedarf an der Brust und der Körper produziert keine Milch. Somit wird die Milchproduktion auf Dauer gemindet und führt dazu, dass Muttis an ihrer geringen Milchmenge verzweifeln. Anlegen, anlegen, anlegen! Keine Flasche geben! Nur so weiß der Körper, wie viel Milch das Kind benötigt und stellt sich darauf ein.

    Weiterhin birgt jede, absolut JEDE, künstliche Saugerform die Gefahr einer Saugverwirrung und kann im schlimmsten Fall zum gänzlichen Abstillen führen. Egal, was die Hersteller behaupten, Plastik ist Plastik und das Trinkverhalten einfach komplett anders als an der Brust!
    Wenn man stillen möchte, KEINE FLASCHE!
    Wenn Du weitere Infos möchtest, oder auch Links zu guten Still-Blogy (Baby Walz ist NICHT die Adresse der Wahl für solche Dinge), melde Dich bei mir.

    Lieben Gruß*

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  3. Hey

    Ich habe soeben deinen Blog entdeckt und er gefällt mir sehr gut.
    Ich selbst bin seit letztem Jahr Mutter und für mich stand auch von beginn an fest das ich stillen werde. Leider war mir das vergönnt geblieben, da ich von Natur aus eine sehr kleine Brust habe und mein Sohn sehr großen Hunger hatte. Ich habe teilweise bis zu einer Stunde gestillt und nach 15 Minuten hatte er schon wieder Hunger. Ich habe wirklich alles versucht bis meine Stillberaterin selbst sagte das wir besser kommen wenn ich die Flasche gebe. Und mit der ersten Flasche war alles super! Er war satt und Glücklich und ich ich konnte endlich durchatmen und die Mutter sein und werden die mein Zwerg auch brachte. Auch das geben der Flasche bietet sehr gute Möglichkeiten dem Kind nah zu sein und ich glaube nicht das man durch das stillen eine festere oder intensivere Verbindung zum Kind aufbaut.

    Sonnige Grüße
    Franzy^^

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